Lieber schreibfauler Kurs,
da wollen wir den Blog mal reanimieren!
Zwei Wochen wieder in unserer Waynes World in Palmy und 160°-Mathis (dazu später mehr) und ich mussten ein paar Veränderungen feststellen. Die erfreuliche: es wird endlich Frühling! Temperaturen von 15 -20 Grad, alles fängt an zu blühen und andauernder Sonnenschein.
Aber nicht nur die Triebe der Bäume schlagen aus – wie sich bei einem Smalltalk herausstellte, fährt auch der Wayne inzwischen mehrgleisig. War etwas beklemmend als ich da mit Wayne und Quanta (quasi seine Hauptfrau) saß und Quanta mir das erzählt hat. Scheint sie aber auch nicht wirklich zu stören.
Der Wayne... Kein Job, aber eigenes Haus, finanziert sich von Arbeitslosengeld und Austauschstudenten und nimmt neben seiner „Freundin“ noch alles mit, was in seinen Salsakursen rumläuft. Wäre für viele Hartz4ler bestimmt ein Held.
Was war sonst so los?
1. der Mosi
Letzte Woche hat uns dann Mathis Freund Mosi heimgesucht. Mathis hat sich schon Tage vorher gefreut wie ein Schneekönig – O-Ton: „Verdammt guter Typ“. Kann ich kommentarlos stehen lassen.
Nachdem die beiden Helden nach ihrer nächtlichen Ankunft erstmal bis 12 Uhr am nächsten Tag gepennt haben, kurz was zu Essen eingeworfen und dann mit unserem Geschoss versucht dem Mosi eine Sehenswürdigkeit in Palmy zu präsentieren (ist gar nicht so einfach).
Wollten dann zum Windpark. Da stehen auf dem ungrenzenden Bergen so an die 2000 Windräder. Leider kannten wir den Weg nicht und mussten suchen. Auf der Suche jagte dann ein Highlight a la Mathis das nächste.
1. Highlight
Wir fahren in östlicher Richtung aus der Stadt – alles quadratisch, da kann man eigentlich nichts falsch machen.
Mathis: Wo müssen wir denn hin?
Ich: Immer nach Osten.
Mathis: Ohhh, du Penner! Kannste das nicht früher sagen, jetzt müssn wir drehen!
Schweigen
Mathis: Oder?
Schweigen
Mathis: Ach neee! Höhö *freut sich*
Das war schon ein guter Anfang, aber Mathis wäre nicht Mathis, wenn er da nicht in punkto Verpeiltheit einen draufsetzen würde :-)
Wir fahren so eine Schotterpiste inne Berge. Es fällt ein Scherz auf Mathis Kosten, daraus entwickelte sich dann folgendes philosophisches Gespräch.
2. Highlight
Mathis: Waldi, Du Ochse!
Ich: Stier bitte...
Er: Wo isn der Unterschied?
Ich: Der eine ist kastriert
Er: Echt...?? *denk* Warum gibts denn dafür ein extra Wort??
Mosi: Weil das irgendwie wichtig ist??
Mathis: Ja, aber das gibts für Menschen doch auch nicht
Ich: Eunuch??
Mathis: Echt??
Mathis: *denk* Aber die sind nur ein Mythos oder?
Mosi: Nö, eigentlich nicht…
Mathis: Aber die gibts doch nur im Märchen
Ich: Ne, die haben früher wirklich auf die Harems aufgepasst und so
Mathis: Was hat das denn für einen Sinn?
Ich: Na, die können halt nicht mehr!
Mathis: Wie? Klar!
Mosi: Äh äh
Mathis: Wie? Was passiert denn bei 'ner Kastraktion - schneiden die Dir den Schwanz ab, oder was?
Ungläubiges Geraune geht durchs Auto.
Ich: Ne, das andere wichtige Bestandteil
Mathis: Aber dann kannste doch trotzdem vögeln!
Mosi: Nein man!
Mathis: Wieso, bekommste doch trotzdem einen hoch und so
Ich: Nein Mann! Da haste die entsprechenden Hormone nicht mehr
Mathis: Ahhh, dann is das was anderes als eine Sterilisation
Ich: Jo
Mathis: Was machen die denn da?
Mosi: Na, Samenleiter durch!
Mathis: Ahhh, verstehe (macht ein Gesicht, als würden wir polnisch sprechen)
3. Highlight
Dann hat er uns kurz Zeit gegeben unser Zwerchfell wieder zu entspannen. Waren dann am Ende der Straße und leider führte sie nicht dorthin, wo wir uns das gewünscht hatten, also wieder zurück. Mathis hat es eilig. Die Straße wie alle Schotterpisten voller Kurven. Links geht’s steil runter, rechts steil rauf. Richtgeschwindigkeit für die Kurven 30. Mathis machts mit 80.
Da ging dreimal gut, dann brach das Heck aus, das Fahrzeug stellte sich quer, drehte sich um 160° und wir sind mit der Front in den grasbewachsenen Berghang gedübelt. Kurzer Schreck, dann Gelächter. Letztlich nichts passiert. Ok, es hing so ein bisschen Gras und Erde unterm Kühler, aber das war zu verkraften.
Hatten dann noch eine satte Party am Donnerstag vor einer Woche und am Freitag das Bourne Ultimatum im Kino. Mathis wollte lieber Ratatoulli gucken (Ihr wisst ja: Tiere sind so witzig!), aber das wurde per Mehrheitsentscheid abgewiesen. Aus Protest ist er dann bei Bourne eingenickt.
Aufm Heimweg dann mit 80 durchn Ort geknattert und sofort folgt uns jemand mit Diskolicht am Wagen. Mathis erstmal geflucht wie ein Rohrspatz. Der Officer war aber cool: „You think you’re on Autobaaan, eh?“
Hat dann die Papiere kontrolliert, während Mathis apathisch immer wieder „Das wird teuer, shit!“ vor sich hinflüsterte. Aber wir sind letztendlich mit einem „Slow down, guys.“ davon gekommen.
Während ich in Palmy und an der Uni am Versauern war sind der Mosi und Mathis dann ab in den Norden für ein wenig Sightseeing und weil der Mosi von Auckland dann nach Hause geflogen ist.
Dienstag is Mathis dann zurückgekommen – natürlich nicht ohne Highlight. War wohl tanken und hat dann einfach mal den Tankdeckel liegen lassen. Fazit – vollgetankt wird nicht mehr.
Gestern Thaiparty. Pop und Jum verlassen bald Neuseeland und daher wieder viel Essen, Bier und Cola umsonst. Hatten eine angeregte Diskussion über thailändische Sitten. Die haben uns versucht beizubringen, wie man sich zu Begrüßung vor wem verbeugt. War uns aber zu kompliziert – also haben wir die Thais einfach auf High-Five eingenordet. Das hat auch gleich viel besser geklappt.
So, Ihr schreibfaulen Nasen. Wir hoffen wir müssen nicht weiterhin immer die Fotos im StudiVZ angucken, um darauf schließen zu können, wie es Euch geht.
Cheers